Ichlahmheit oder Gott

Eine Woche Urlaub. Von Samstag bis Freitag sogar mehr gearbeitet als sonst. Heute die Entscheidung: Keine Psychiatriearbeit mehr bis Montag. Und jetzt: Langeweile, Deprimiertheit, Lustlosigkeit. Hab ein Wort dafür erfunden: "ichlahm" oder "selbstlahm". Oder noch besser eine Abkürzung DLL, wie "dynamic link library". Mir geht es DDL. Das wär's doch. Oder?

Arbeit als Flucht vor mir selbst? Arbeit als Zeichen, wie schlecht ich mich selbst ertragen kann? Arbeit als Ausdruck meiner Einseitigkeit? Arbeit zur Stärkung eines fragilen Selbstwertgefühls? Arbeit als sinnvolle Aufgabe? Arbeit zur Tagesstrukturierung? Arbeit als Möglichkeit in Kontakt zu sein? 

Wohl von allem etwas. 

Aber da möchte ich nicht mehr hin! Ich möchte mit mir ins Reine kommen. Nicht mehr dem Erfolg und der Anerkennung hinterherlaufen - auch nicht mehr nach einem weltlichen Sinn suchen müssen. Ich möchte Ruhe und Frieden in mir und mit mir finden. 

Ich sehe hierfür Gott und Jesus als die einzige Lösung, das zu erreichen. Seit etwa sieben Monaten kann ich für mich zum ersten Mal in meinem Leben sicher sagen: Ich bin Christ. Ich muss mir vor Augen halten, dass ich spirituell auf einem guten Weg bin, weil ich immer wieder Gefahr laufe, nur das zu sehen, was mir noch fehlt und nicht die Strecke wahrnehme, die ich bereits zurückgelegt habe. 

Seit sieben Monaten geht es mir so gut, wie schon lange nicht mehr. Habe keine nervösen Unruhezustände mehr. Bin wieder viel belastbarer. Und vor allem, habe ich meistens ein gutes Lebensgefühl und wieder intensiv gute Gefühle für meine Frau. 

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr meinen Egozentrismus ausleben. Mich nicht mehr nur um mich selbst drehen. Also beenden wir jetzt lieber diesen Text. 

Immerhin bin ich jetzt einige Zeit der Ichlahmheit entgangen. 

 


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