Posts

Wie geht's dir?

Wie geht's dir? Gut!  Wirklich?  Schweigen

Mein Paradigmenwechsel

Glaubst du an Gott? Ist für dich Jesus Gottes Sohn? Ist er wiederauferstanden? Glaubst du, was in der Bibel steht? Würdest du dich als Christ bezeichnen? Betest du? Ich vermute, wenn dieser Text nur für diejenigen geschrieben wäre, die obige Fragen mit Ja beantworten können, dann hätte ich jetzt nur noch wenige Leser. Die Kirchen verlieren in Deutschland immer mehr an Attraktivität und das wohl zu Recht. Und letztendlich geht damit parallel, dass auch immer weniger Wert darauf legen Christ zu sein. Ist das für dich überhaupt ein relevantes Thema? Meine Mutter hat mir einen liebevollen, christlichen Gott nahegebracht. Sie hat mir wenig religiöses Wissen vermittelt, aber sie hat mit mir gebetet und ich wusste, dass sie an Gott glaubt. Sie sagte „Man trägt den Glauben nicht auf den Lippen“. Sie regte mich auch nicht an, mich mit der Bibel zu beschäftigen. Ich erinnere mich nur, dass sie mich in der schwersten Zeit meines Lebens in den 90er Jahren fragte, ob ich nicht einmal die Geschichte...

Vom Nichtwissen zum Glauben

Lieber Vater, seit 60 Jahren war ich auf der Suche nach dir. Oft führte meine Annäherung auf falsche Wege. Ich wurde krank im Geiste und musste wieder auf Abstand zu dir gehen. Jetzt mit 61 habe ich das Gefühl, dass ich dich endlich gefunden habe, indem ich meinen Blick auf Jesus richte. Dadurch, dass er Mensch gewordener Gott ist und nicht nur der Vorstellung zugänglich ist, sondern ganz real in unserer Welt gelebt und gehandelt hat, erhoffe ich mir die Bodenhaftung, die ich zu diesem Thema benötige. Im Moment habe ich das Gefühl, dass sich mein Verhalten nicht negativ verändert hat, obwohl du mein Leben bestimmst, wie noch nie. Im Gegenteil, ich fühle mich so ausgeglichen und ruhig, wie vielleicht noch nie. Ich hoffe, das bleibt so.  Ich merke, wie sich meine Leidenschaft für die Selbsthilfe seelische Gesundheit auf dich transformiert. Ich lese christliche Bücher, beschäftige mich mit Kirchengeschichte und fühle mich trotzdem nicht gefangen auf psychischen Abwegen. Vor allem, wei...

Sonnenaufgang

Liege auf dem Sofa Mit dem Ausblick auf den Himmel  Beschäftige mich: Wechsle  Vom Musikhören Zum Schreiben  Zum Lesen Zum Nachdenken  Und wieder von vorne  Denke, ich ruhe aus Und merke,  dass ich den Sonnenaufgang verpasst habe

Der Bettelmönch

Der Bettelmönch geht müde die Straße entlang  Seine Sehnsucht treibt ihn an Freundliche Worte sind genug gewechselt  Hunger und Durst sind vergessen  Schon lange das Ziel erreicht, trotzdem noch unterwegs  Die Kinder zeigen auf ihn und lachen Die Last scheint rießengroß Als es dunkel wird, ist es zu spät  Sein Herz hört zu schlagen auf Die Hoffnung stirbt zuletzt 

Jesus, Lichtjahre entfernt

Wenn ich merke,  wie ich genervt bin Wenn ich merke,  dass ich Widerstand habe zu helfen Wenn ich bei jedem Wort meine Aggressionen unterdrücke Wenn mir andere Gutes tun und ich nichts zurück gebe.  Dann wird mir bewusst,  wie klein ich bin und wie groß meine Worte sind Der gütige und liebevolle Jesus  scheint viele Lichtjahre entfernt  Dann wird mir bewusst  dass ich ein Mensch voller Mängel und Schwächen bin Darf ich trotzdem von Nachfolge sprechen? 

Gebet: Nachfolge Jesu

Jesus, mein Herr Bin ich schon in deiner Nachfolge? Wenn ja, dann danke ich deiner Gnade Denn noch keine große Tat hab ich getan Kein Opfer gebracht Mich mit keiner Mühe beladen Auch mein Beten ist ungeschickt und kurz Immer wieder kreise ich um mich Immer wieder nähre ich mein Ego Jesus, mein Herr Bin ich schon in deiner Nachfolge? Sicher: ich lese christliche Prediger Aber dein Buch liegt nur auf meinem Nachttisch  Sicher: meine Gedanken sind häufig bei dir Wie soll mein Dienst für dich aussehen?  Ich spüre, dass es noch zuwenig ist Aber mein Fleisch ist schwach Und mein Ego ist stark  Es fehlt an Fürbitte  für meine Nächsten für die Menschen für die Schöpfung  Es fehlt ein Gespür für meine Sünden Ich habe mich im Kloster für die Nachfolge entschieden IKann aber keine spontane Erweckung feststellen  Ich ahne: du schickst mich auf einen langen und beschwerlichen Weg  Aber ich will nicht klagen, sondern ihn auf mich nehmen  Oder brennt ihn mir wie...

In Nachfolge Jesu

Seit dem 1. September 2022, im Kloster Lichtental, wurde mir klar, dass ich mich ganz auf das Christentum einlassen will. Nicht mehr an der Bibel zweifeln, nicht mehr mir meinen eigenen Glauben zusammen bauen, wo mir Gottes Wort nicht gefällt, sondern konsequent Jesus folgen. Ich möchte mein ganzes Leben an ihm ausrichten; durch meine Person, mein Leben und durch mein Wesen. Seine Botschaft so an andere weitergeben, wie Jesus es gewollt hat. Wie sagte meine Mutter: Man solle seinen Glauben nicht (nur?) auf den Lippen tragen.  Das alles bedeutet, radikal die eigene Person Jesus unterstellen, sich nicht mehr dem Materiellen Untertan machen, sondern den Dienst für Jesus und an den Menschen in das Zentrum meiner Existenz aufnehmen. Ich bin mir noch nicht sicher, welche konkreten Veränderungen das für mich und meine Umwelt zur Folge haben wird, aber ich hoffe dass mir eine Veränderung gelingt, die von außen positiv wahrgenommen wird - zumindest von den meisten Menschen. Ich sollte mir R...

Vergib mir meine Schuld

Du bist groß.  Du bist überall. Gerne wäre ich bereit für dich.  Erfüllst du schon mein Innerstes?  Ich kann nur hoffen  Und mich bemühen dir nachzufolgen.  Ich weiß, ich muss den Blick auf meine Schuld richten.  Mein Ego aufgeben, soweit möglich.  Schuldgefühle habe ich abgespalten.  Damit lässt es sich leichter leben.  Dafür fehlt die Empathie und das Gewissen.  Ich lebte, als sei ich ohne Sünde.  Aber wenn ich zurückdenke,  Gibt es vieles, das es zu bereuen gilt.  Besser zu machen.  Manches wird bleiben, aufgrund meiner Schwäche.  Ich bitte dich, vergib mir. 

Grautöne

Es ist wie es ist oder es soll werden.  Sind Grautöne möglich? Die Zeit verschiebt den Zeiger.  Es pendelt.  Wo steh ich heute?  Wo will ich morgen stehen?  Was steht in meiner Macht?  Tätige Entscheidung oder Bestimmung?  Sind Grautöne möglich?  Ich will mir die Illusion erhalten Herr zu sein Und mit der Enttäuschung leben.